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Um 7 Uhr waren wir vor Ort , stellten uns wie die Reiher an die Küste und begannen mit der Angelei
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Es wurde 10 Uhr, und immer noch kein Fisch in Sicht!
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Gegen 11 Uhr hielten  Christian und John Kaffeepause und beobachteten neidvoll einen Schweden, dem es geglückt war, einen Fisch zu überlisten  ...
....und langsam wurde der Wind stärker, es war fast unmöglich die Kamera stillzuhalten, und die Angler flüchteten aus dem Wasser ...
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... und daher beschlossen wir gegen 13 Uhr nach Hause zu fahren. Bis kurz vor Malmö war alles in bester Ordnung, die Brücke nach Hause war offen, und alle waren guter Dinge. Als wir 2 km vor der Brücke waren, kam allerdings die Meldung, dass diese jetzt auf Grund des Sturms gesperrt worden war. Wir konnten telefonisch die Auskunft erhalten, dass die Fähre zwischen Helsingborg und Helsingör noch in Betrieb war. Also machten wir uns auf nach Norden, und überlegten, wo (und wie) wir den Abend verbringen könnten, sollte auch die Fähre den Betrieb einstellen.

 

Aber wir konnten uns (nach Bezahlung eines Sturm-Zuschlags) in die Schlange zur Fähre  einreihen. Die Idee, das Auto zu verlassen, um uns während der Wartezeit ein bisschen die Füsse zu vertreten, gaben wir schnell auf: der Wind trieb die Gischt aus dem Hafenbecken über das Gelände, so dass wir in kürzester Zeit recht nass wurden. Als wir dann endlich auf der Fähre waren und diese ablegte und den Hafen verliess, wurde uns die Wucht des Sturm dadurch bewusst, dass sämtliche Alarmanlagen der sich im Bauch der Fähre befindlichen Autos zu heulen begannen. Nur der Kapitän schien das Wetter sichtlich zu geniessen.

Normalerweise dauert es 10 - 15 Minuten, den Öresund zu überqueren, aber diesmal nahm sich der Skipper über eine Stunde Zeit, und die Einfahrt in das dänische  Hafenbecken wurde zu einer recht spannende Angelegenheit, für die der Kapitän zusätzliche 10 Minuten benötigte. Als wir die Fähre verliessen, wurde bekanntgegeben, dass auch der Fährbetrieb eingestellt wird (sicherlich sehr zum Leidwesen der vielen hundert Schweden, die bis aus Helsingör heraus Schlange standen, in der Hoffnung, noch nach Hause zu kommen. Es lebe das Leben auf einer Insel!).

 

Im Radio wurden alle aufgefordert, zu Hause zu bleiben und die Strassen nicht zu benutzen (wahrscheinlich wegen all der umgestürzten Bäume, die uns zu etlichen Umwegen zwangen). Wir schafften es aber, unbeschadet nach Hause zu kommen, wo wir aber wegen manglenden Stroms im Dunklen sassen und bei Kerzenschein kaltes Abendessen geniessen durften.

 

Wir fingen zwar leider keinen Fisch, werden diesen Ausflug aber sicherlich lange im Gedächtnis behalten!

 

 

Am Samstag, den 08. Januar 2005, war es wieder soweit: der alljährliche Winter-Ausflug unseres Angelklubs an die schwedische Ostküste sollte stattfinden, um dort nach der Schonzeit die ersten grossen schwedischen  Meerforellen zu angeln.  Der Wetterbericht versprach zwar Orkan, aber das kann begeisterte Angler von nichts abhalten!

 

So trafen wir uns um 5:30, und fuhren in der dunklen und kalten nordischen Nacht über die Øresundsbrücke nach Schweden. Unser Ziel war Stenshoved an der Ostküste, das wir auch ohne Probleme in der ersten Dämmerung erreichten.

 

Schwedische Küste, 08.01.2005